Glossar = "kurzes Lexikon der Chemie"

Akkumulator:  wieder aufladbare Batterie.

Aktivierungsenergie: Energie, die benötigt wird, um eine chemische Reaktion in Gang zu setzen (z.B. Reiben, damit Streichholz zu brennen beginnt).

Anomalie (z.B. von Wasser) ist die Erscheinung, dass die Dichte einer Flüssigkeit nicht – wie bei den meisten – anderen Stoffen (z.B. Olivenöl) beim Erstarren abnimmt , sondern sich dabei verringert, der Stoff sich also ausdehnt.

Atom: kleinster Baustein der Elemente und Verbindungen. Es gibt so viele verschiedene Atome wie es Elemente gibt.

Atombindung (Elektronenpaarbindung): Bindung zwischen Atomen in Molekülen durch gemeinsam benutzte Elektronenpaare (siehe Oktettregel).

Ausschütteln: Trennverfahren, bei dem die Lösung eines Stoffes (z.B. in Wasser) mit einem anderen Lösungsmittel (z.B. Benzin). Das zweite Lösungsmittel vermischt sich dabei nur vorübergehend mit dem ersten und nimmt dabei den gelösten Stoff auf.

Batterien: Galvanische Zellen zur Stromerzeugung in mobilen Geräten.

Bindungsenergie: Energie, die bei der Spaltung einer Atombindung (Elektronenpaar-bindung) verbraucht wird. 

Bleichen ist das Entfernen (meist unerwünschter) Färbungen durch Behandlung mit Chemikalien oder mit Sonnenlicht.

Brennstoffzelle: Galvanische Zelle, in der die chemische Energie zugeführter Brenn-stoffe (Wasserstoff) direkt in elektrische Energie umgewandelt wird.

chemische Reaktion: Umwandlung von Stoffen in andere Stoffe unter Abgabe oder unter Verbrauch von Energie.

Chlor-Bleiche: Lösung von Natriumhypochlorit in Wasser. In Schwimmbädern wird es dem Wasser zugesetzt, um langsam Chlor zum Abtöten von Krankheitskeimen freizusetzen. 

Dichte: Die Masse von 1 ml eines Stoffes.

Diffusion: Die "auf Teilchenbewegung beruhende selbständige Durchmischung gasförmiger und gelöster Stoffe".

Dekantieren: Abgießen einer klaren Flüssigkeit von einem Feststoff.

Edelgase: Gasförmige Elemente aus der VIII. Gruppe VIII des Periodensystem, die aufgrund ihres Atom-Baus (fast) keine chemische Reaktionen eingehen.

Edelgaskonfiguration: energetisch besonders stabile Elektronenverteilung bei Atomen und Ionen, die der Elektronenverteilung eines Edelgases entspricht: Die äußeren Elektronenschalen sind vollständig besetzt mit acht Elektronen (--> Oktett-regel) auf der Außenschale (bei Helium 2 Elektronen).

Atome oder Ionen mit Edelgaskonfiguration neigen nicht dazu, chemische Verbindungen mit anderen Atomen einzugehen. Das gelingt nur in Ausnahmefällen mit sehr reaktiven Atomen und Energieaufwand.

Elektrische Leitfähigkeit: Fähigkeit eines Stoffes (fest, flüssig, gasförmig), einen Stromkreis zu schließen.

Elektrische Spannung: " gibt den Unterschied der Ladungen zwischen zwei Polen an. Spannungsquellen besitzen immer zwei Pole, mit unterschiedlichen Ladungen. Auf der einen Seite ist der Pluspol mit einem Mangel an Elektronen. Auf der anderen Seite ist der Minuspol mit einem Überschuss an Elektronen."

Elektrischer Strom: "die gezielte und gerichtete Bewegung freier Ladungsträger. Die Ladungsträger können Elektronen oder Ionen sein. Der elektrische Strom kann nur fließen, wenn zwischen zwei unterschiedlichen elektrischen Ladungen genügend freie und bewegliche Ladungsträger vorhanden sind. Zum Beispiel in einem leitfähigen Material (Metall, Flüssigkeit, etc.)."

Elektrode: meist aus Metall oder Graphit bestehender, von Elektrolyt umgebener Elektronenleiter. In Zusammenarbeit mit einer Gegenelektrode entzieht er dem Elektrolyten Elektronen (Anode) oder führt sie ihnen zu (Kathode).

Elektrolyse:  Zerlegung einer chemischen Verbindung durch elektrische Energie

Elektrolyt: Aus freien Ionen bestehende Flüssigkeit

Elektrolytische Zelle: Aus 2 verschiedenen Elektroden und einem Elektrolyten bestehende Anordnung zur erzwungenen Umwandlung elektrischer in chemische Energie.  

Elektronenpaarbindung (Atombindung): Bindung zwischen Atomen in Molekülen durch gemeinsam benutzte Elektronenpaare (siehe Oktettregel).  

Element: Reinstoff, der sich chemisch nicht in einfachere Stoffe zerlegen lässt. 

Emulsion: HeterogenesGemisch zwei Flüssigkeiten (z.B. Milch).

Endotherme Reaktion: Chemische Reaktion, die Energie verbraucht.

Energie: Die Fähigkeit, Arbeit zu leisten oder Wärme fließen zu lassen. Energie lässt sich nicht verbrauchen oder neu erzeugen sondern nur aus einer Energieform in eine andere wandeln. Formen: Wärme-, elektrische-, Lage-, Bewegungs-, chemische Energie.

Erstarren: Exotherme Bildung eines festen Stoffs aus einer Flüssigkeit beim Abkühlen. 

Erze: Gesteine, die aufgrund ihres hohenGehalts an Metall-Verbindungen zur Metallherstellung geeignet sind. 

Exotherme Reaktion: Chemische Reaktion, die Energie freisetzt.

Galvanische Zelle: Aus 2 verschiedenen Elektroden und einem Elektrolyten bestehende Anordnung zur spontanen Umwandlung chemischer in elektrische Energie.

Gemische: Stoffe, die sich ohne chemische Reaktionen in Reinstoffe zerlegen lassen.

Halbzelle: Bestandteil einer galvanischen Zelle bestehend aus einer Metallelektrode, die in der Lösung eines ihrer Metalle taucht. Aus zwei Halbzellenwird eine galvanische Zelle, indem man die Elektroden mit einem metallischen Leiter verbindet und die Ionenlösungen durch eine Ionenbrücke. 

Heterogene Gemische: uneinheitliche Gemische, bei denen man mit dem bloßen Auge oder dem Mikroskop die einzelnen Bestandteile sehen kann.

Homogene Gemische: einheitliche Gemische, bei denen man die Bestandteile selbst mit dem stärksten Mikroskop NICHT sehen kann.

Ionen: positiv oder negativ geladene unsichtbare Teilchen. Sie entstehen durch Aufnahme bzw. Abgabe von Elektronen aus Atomen (Atom-Ionen) oder Molekülen.

IonenbindungPositive und negative Ionen ziehen einander an und bilden sichtbare Kristalle.

Kern/Hülle-Modell: "Atom-Modell, das auf RUTHERFORD zurückgeht; danach bestehen Atome aus einem kleinen, positiv geladenen Atomkern,  der praktisch die gesamte Masse des Atoms enthält, und der Atomhülle, in der sich die negativ geladenen Elektronen bewegen." Die Atomhülle besteht nach BOHR aus 1 bis 7 Schalen. 

Kondensation: Bildung einer Flüssigkeit aus einem Dampf beim Abkühlen verbunden mit starker Volumenabnahme (Umkehrung: Sieden).
Korrosion: Zerstörung metallischer Werkstoffe durch chemische Reaktionen mit Wasser und Luft. (Rosten = bekannteste Korrosion).

Legierung: Durch Verschmelzen hergestelltes homogenes Gemisch aus zwei oder mehreren Metallen.

Leichtmetall: Metalle und Legierungen mit einer Dichte von unter 5 g/ml (Al 2,7 /Ca 1,5)

Lösung: Homogenes Gemisch aus einer Flüssigkeit und einem festen, flüssigen oder gasförmigen Stoff.

Material: Alles, was eine Masse und ein Volumen hat. 

Neutralisation: Reaktion einer sauren Lösung mit einer alkalischen zu einer Salzlösung und Wasser.

OberflächenspannungEigenschaft der Oberfläche (Grenzfläche) zwischen einer Flüssigkeit und einem Gas, wie etwa Luft. Die Oberfläche einer Flüssigkeit verhält sich ähnlich einer gespannten, elastischen Haut.

Oktettregel: Regel, nach der die beteiligten Atome durch ihre Bindung zu Molekülen acht (lat.: octa) Elektronen auf ihre äußeren Schalen bekommen.

Oxidation: chemische Reaktion, bei der sich eine Stoff mit Sauerstoff (engl. oxygen) verbindet.

Reduktion: chemische Reaktion, bei der einem Oxid Sauerstoff entzogen wird.

Reinstoff: Stoff mit gleichbleibenden messbaren Eigenschaften (Schmelz-, Siedepunkt, Dichte, ...).  --> Element, Verbindung

Resublimation: Direkter Übergang eines Stoffes vom gasförmigen in den festen Aggregat-szustand, ohne sich dazwischen zu verflüssigen.

Schmelzen: Endotherme Bildung einer Flüssigkeit beim Erwärmen eines Feststoffs.

Schwermetall: Metalle und Legierungen mit Dichten wie Eisen (7,9 g/ml) und Kupfer (8,9 g/ml).

Sedimentation: Zu-Boden-Sinken eines Feststoffes in einer Suspension.

Sieden: Bildung eines Dampfs aus einer Flüssigkeit unter Brodeln beim Erwärmen verbunden mit starker Volumenzunahme (Umkehrung: Kondensation). 

Siedepunkt: Temperatur, bei der eine Flüssigkeit in den gasförmigen Aggregatzustand übergeht, weil ihr Dampfdruck den Luftdruck erreicht hat.

Stoffe Materialien, aus denen Gegenstände oder Lebewesen bestehen.

              Kleider-Stoffe sind Gegenstände bestehend aus Fasern von Naturstoffen   

             (Wolle, Baumwolle) oder aus Kunststoffen (Polyester, Polyacrylnitril, Perlon). Stoffeigenschaften: Merkmale, durch die man einen Stoff von einem anderen unterscheiden kann.

Sublimation: Direkter Übergang eines Stoffes vom festen in den gasförmigen Aggregatszustand, ohne sich dazwischen zu verflüssigen.

Suspension:  heterogenes Gemisch eines Feststoffs in einer Flüssigkeit (Kalkmilch).

Verbindung: Reinstoff, der sich durch chemische Reaktion in Elemente zerlegen lässt.

Verdunstung: Übergang einer Flüssigkeit in den gasförmigen Zustand, ohne dabei zu sieden.

Viskosität: gibt an, wie zähflüssig ein Stoff ist: Hohe Viskosität (z.B. Honig) bedeutet, der Stoff fließt nur sehr langsam (z.B. vom Brot, aus einem Behälter).