Eisen und Farben (Tinte, Felsmalereien)

3 Gläser, Wasser, Natron, Essig, Stahlwolle, Banane, Ei
3 Gläser, Wasser, Natron, Essig, Stahlwolle, Banane, Ei

In http://www.chemie-mach-mit.de/pdf/cmm26.pdf sind Experimente zur Herstel-

lung von Tinte und von Pigment aus Eisen (Stahlwolle) beschrie-

ben. Anstelle von Marmeladen-

gläsern lassen sich für diese Experimente auch kleine Ampullen verwenden.
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Durchführung

Man lässt Wasser und Luft unter drei verschiedenen Bedingungen auf Stahlwolle einwirken:

1. Wasser ohne Zusatz, 2. Natron gelöst in Wasser, 3. Wasser mit Säure (Essig).

Nach 6 Tagen werden die Flüssigkeiten abgetrennt und mit klarer Lösung aus zerkleinerten und ausgekochten Bananenschalen (Gerbmittel) vermischt.

Der Bodensatz aus 1 wird zuerst an der Luft getrocknet, dann bis zur Entfernung restlichen Wassers und anschließend noch weiter erhitzt.

Beobachtungen

     1.  Wasser + Luft + Eisen --> gelbbrauner Feststoff (Rost?)     

     2.  Natron, Wasser und Luft --> keine sichtbare Veränderung

3. Wasser, Essigsäure und Luft --> rotbraune Lösung + Gas
    rotbraune Lösung + Gerbmittel-Lsg.
 --> schwarzbraune Lösung

Videoclip (siehe unten) 

Erklärungen

zu 1. Eisen, Wasser und Luftsauerstoff --> Eisenverbindung mit Wasserstoff + Sauerstoff.   zu 2. Natron schützt Eisen vor Rosten.

Zu 3. Essigsäure + Eisen --> lösliches Eisensalz der Essigsäure + Wasserstoff.

Eisensalz + Gerbstoff (aus Bananenschale) --> neuer lösl. Stoff.

Eisengallustinte  stellt man aus Eisensalzen und Gerbstoff von Eichenblättern her.  In Experiment 1 reagierten gelöste Eisenverbindung der Essigsäure und Gerbstoff der Banane zu einer Tinte.

In Höhlenmalereien verwendeten Steinzeit-Menschen rote Eisen-Sauerstoff-Verbindungen (z.B. Hämatit = "Blutstein") und ein Bindemittel. (In einem Experiment ist Eigelb als Bindemittel vorgesehen).
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erste Veröffentlichung: 27.04.2014        letzte Veränderung: 01.05.2014