Sublimation und Resublimation von Iod

Sublimation ist der direkte Übergang aus dem festen ind den gasförnigen Aggregatzustand, Resublimation die Umkehrung der Sublimation. Beide Vorgänge lassen sich gut beim Iod beobachten.

 

<--- Iod-Kristalle vor dem Erwärmen

 

Aufgabe
Erwärme einzelne Iod-Kristalle in vorsichtig in einer verschlossenen  Ampulle, ohne sie zu schmelzen.

Material
Experimentiertablett, Trinkhalmspatel, hohe Ampulle (5 ml ) mit Stopfen, Teelicht.

Durchführung
1. Übertrage über dem Experimentiertablett 2 - 3 Iod-Kristalle in eine Ampulle.

2. Verschließe sie mit einem sauberen Stopfen.

3. Erwärme den Boden der Ampulle vorsichtig über der Kerzenflamme. Achte darauf, dass das Iod nicht schmilzt.

 

<--- Iod nach Sublimation und Iod- Kristalle nach Resublimation

 

Beobachtungen
1. Der Gummistopfen nimmt auf der Innenseite eine braune Farbe an.
2. Photos 1 und 2:
Beim vorsichtigen Erwärmen bildet sich über den Kristallen ein violettes Gas.

3. An den Glaswänden erscheinen winzige metallisch glitzernde, dunkle Kristalle.
Erklärungen

Im festen Zustand ziehen sich die kleinsten Teilchen von Iod gegen-

seitig sehr stark an. Sie können nur um ihren festen Platz hin und her schwingen. An der Oberfläche der Kristalle befreien sich beim Erwärmen so viele Iod-Teilchen aus dem Kristall, dass sie als violettes Gas zu sehen sind. An den kühlen Stellen der Glaswand geht die freie Bewegung wieder verloren, die Teilchen sammeln sich in Kristallen.

Iod "löst" sich in dem Gummi des Stopfens (vgl. nächsten Versuch).


erste Veröffentlichung: 22.01.2009                            letzte Veränderung: 31.05.2012